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Dr. Juliane Köberlein


Dr. Juliane Köberlein hat 2008 die Weiterbildung zum Qualitätsmanager bei der Kolping-Akademie Köln abgeschlossen. Lesen Sie hier, warum sie sich für diese Weiterbildung entschied, was sie ihr beruflich gebracht hat, und welche Eindrücke sie gesammelt sammeln konnte:

„Die Suche nach einer Weiterbildung, die zu mir passt“

Als ich die Weiterbildung zum Qualitätsmanager bei der Kolping-Akademie Köln anfing, war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie beschäftigt. Das Institut erstellt für Unternehmen individuell angepasste Konzepte im Bereich der klinischen Forschung. Ich sollte den Bereich Qualitätsmanagement ganz neu aufbauen und betreuen. Der Haken an der Sache: Mir fehlten sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Erfahrung. Während meines Studiums der Gesundheitsökonomie wurde dieses Thema nur kurz angesprochen – aber auf dieses bisschen Wissen konnte ich mich schlecht berufen. Eine Weiterbildung zur Qualitätsmanagerin war für mich daher zwingend notwendig.

Also machte ich mich auf den Weg und recherchierte im Internet passende Weiterbilder im Großraum Köln. Die Weiterbildung sollte in einem zeitlich überschaubaren Rahmen stattfinden, an meine Arbeitszeit angepasst sein, auf den Gesundheitsbereich zugeschnitten, praxisorientiert und hochwertig sein. Auf dem Feld des Qualitätsmanagements tummeln sich sehr viele Anbieter. Die meisten gingen mir in der Bearbeitung des Stoffes allerdings nicht tief genug, kratzen nur an der Oberfläche. Ich musste das Gelernte aber direkt in meinen beruflichen Alltag einsetzen können – einen gewissen Tiefgang benötigte ich da schon. Die Weiterbildung bei der Kolping-Akademie Köln hat mich zunächst inhaltlich angesprochen – alle relevanten Module, die ich für meinen Job benötigte, waren im Lehrplan enthalten. Außerdem hat mich überzeugt, dass die Kolping-Akademie Köln nicht von Unternehmen gesponsert wird. So konnte ich sicher sein, nicht in eine Werbeveranstaltung zu geraten. Last but not least: Obwohl die Veranstaltung ohne Sponsoren auskam, stimmte der Preis.

„Samstags gelernt – montags umgesetzt: Die anwendungsbezogenen Inhalte konnte ich sofort einsetzen“

In meiner damaligen Tätigkeit als Verantwortliche für das Qualitätsmanagement konnte ich das Gelernte sofort umsetzen. Ich stand beruflich unter Zeitdruck, daher war ich sehr dankbar für die vielen praktischen Hilfen, die wir an die Hand bekamen. Was mir vom Ansatz her völlig neu war: Man muss sich im Management überprüfbare Ziele setzen, wobei es einige Dinge zu beachten gilt! Das hat uns in Bezug auf die Gesundheitsökonomie auf der Universität keiner beigebracht. Diese strukturierte und zielgerichtete Herangehensweise an Probleme hilft mir in meiner täglichen Arbeit sehr. Was ich aus der Weiterbildung zusätzlich mitgenommen habe: Neben den Fakten haben wir gelernt, was es heißt, eine Gruppe zu führen, auf was es in der Gruppenarbeit ankommt. Das sind Fähigkeiten, die mir in meinem jetzigen Job – mittlerweile bin ich Junior-Professorin am Bergischen Kompetenzzentrum für Gesundheitmanagement und Public Health in an der Universität Wuppertal - sehr zu Gute kommen. Seit 2009 habe ich es mit ganz unterschiedlichen Gruppen zu tun: Studenten, Patienten, Leute aus Industrie und Forschung, die ich zu leiten und zu vernetzen habe. Außerdem brachte man uns in der Weiterbildung bei, Methoden im Qualitätsmanagement zu entwickeln und anzuwenden, nach denen es möglich ist, Leistung zu bewerten. Auch das hilft mir heute noch.

„Kleine homogene Gruppen, engagierte Dozenten aus der Praxis und eine angenehme Stimmung zeichnen eine gute Weiterbildung aus“

Besonders gut haben mir im Rahmen der Weiterbildung zum Qualitätsmanager das Lernen in einer kleinen Gruppe und die Gruppenarbeiten gefallen. Das kannte ich von der Uni in dem Umfang nicht, und ich muss sagen, es ist ungemein intensiv und lernfördernd. So haben wir zum Beispiel über ein Jahr lang eine Praxis entwickelt. Dabei wurden alle Aspekte diskutiert und berücksichtigt. Heraus kam „die perfekte Praxis“, ein Leitfaden für das Qualitätsmanagement. Außerdem hat mir gefallen, dass die Kursteilnehmer alle aus dem Sozial- und Gesundheitswesen kamen. Damit hatten wir eine gemeinsame Basis. Unsere ganz unterschiedlichen Erfahrungswerten haben die in der Gruppe dann ungemein befruchtet. Dass ich bereits einen Universitätsabschluss in der Tasche hatte, spielte innerhalb des Kurses keine Rolle. Ich hatte dadurch weder inhaltlich noch persönlich irgendeinen Vorteil.
Da die Dozenten der Kolping-Akademie Köln alle aus der Praxis kamen, erhielten wir viel praktischen Input. Die Theorie lieferte uns den Grundstock für ganz viele Praxisbeispiele und praktische Problemanalysen. Eigene Ideen und berufliche Erfahrungen oder Probleme wurde von den Dozenten und der Gruppe sofort aufgenommen, diskutiert und gelöst.
Ich habe mich auf die 14-tägigen Treffen gefreut! Es gab keine Hausaufgaben, keine Klausuren und Gruppenarbeiten wurden im Wesentlichen im Unterricht ausgearbeitet – damit ließ sich die Weiterbildung zum Qualitätsmanager sehr gut in den normalen Arbeitsalltag integrieren.

Die Stimmung unter uns angehenden Qualitätsmanagern und den Dozenten war sehr herzlich! Wir treffen uns weiterhin in regelmäßigen Abständen und halten über Email engen persönlichen und fachlichen Kontakt. Ein Dozent hat uns „lebenslanges Beratungsrecht“ aufgrund unserer Ausbildung zum Qualitätsmanager eingeräumt – das nehmen wir gerne in Anspruch, und ich habe nicht den Eindruck, dass dem Dozenten dieses Versprechen schon leidtut.

„Der finanzielle Aufwand hat sich gelohnt“

Die Kosten der Weiterbildung waren gemessen an der Dauer des Lehrgangs und der Lehrinhalte völlig in Ordnung. Außerdem hatte man die Möglichkeit, einen Bildungsscheck zu beantragen, und in der Vereinbarung von Ratenzahlungen zeigte sich die Kolping-Akademie Köln sehr kulant. Andere Kursteilnehmer wurden von ihren Arbeitgebern finanziell unterstützt. Letztendlich waren wir aber alle der Meinung, dass die Weiterbildung sich gelohnt hat.

Meine jetzige Stelle hätte ich vielleicht auch ohne die Weiterbildung zum Qualitätsmanager bekommen. Es fällt mir jetzt aber seitdem wesentlich leichter, Netzwerke zu entwickeln, Gruppen zu leiten und miteinander in Kontakt zu bringen und Probleme zielgerichtet anzugehen. Auf diese Fähigkeiten greife ich heute tagtäglich zurück.

„Mein Fazit“

Neben dem Unterricht hat mir bei der Kolping-Akademie Köln das persönliche Engagement und Interesse der Dozenten, Kursteilnehmer und der Akademieleitung gefallen. Jeder wollte wissen, ob man sich wohlfühlt, wie und wohin man sich weiterentwickelt. Von allen Seiten schlug uns Kursteilnehmern ehrliches Interesse entgegen. Die Weiterbildung zum Qualitätsmanager bei der Kolping-Akademie Köln kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.

Ich würde mich freuen, wenn die Kolping-Akademie Köln zukünftig Aufbau- und Intensivkurse rund um die Themen „Karriereplanung“, „Personalführung“ und „Gesprächsführung“ anbieten würde. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei!

Zur Person

Dr. Juliane Köberlein ist Junior Professorin am bergischen Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement und Public Health, Universität Wuppertal.