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Elli Komescher


Interview mit Elli Komescher, die die Fortbildung zur Traumapädagogin 2017 abschloss.

Frau Komescher, was machen Sie beruflich?

Ich arbeite zur Zeit in einer fünfgruppigen, integrativen Kindertagesstätte. Dort unterstütze ich den Aufbau einer neuen U3 Gruppe und bin gruppenübergreifend als Koordinatorin und stellvertretende Leitung tätig.


Was hat Sie dazu veranlasst, die Weiterbildung zu beginnen?

Als ich die Weiterbildung begonnen habe ,war ich noch als PluKita-Fachkraft in zwei Einrichtungen tätig, die als Familienzentrum im Verbund arbeiten. Zu meinen Aufgabenbereichen gehörten unter anderem:
-Die individuelle Förderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf
-Förderangebote in Kleingruppen
-Erstellen von Förderkonzepten
-Stärkung der Bildungschancen von Kindern
-Konzeptionelle Entwicklung und Erarbeitung sowie die Unterstützung der Teams hinsichtlich der Erstellung von Förderplänen und der Entwicklung pädagogischer Maßnahmenpläne

Insbesondere war es mir wichtig, unterschiedliche Störungsbilder genauer voneinander abgrenzen und dieses Wissen weitergeben zu können.
So besuchten Kinder die Kitas mit der Diagnose „oppositionelle Verhaltensstörung“, aber auch Kinder mit der Diagnose ADHS. Darüber hinaus kamen auch immer mehr Flüchtlingskinder in die Kitas, was mich dann dazu bewog, mich intensiv mit dem Thema Traumatisierung auseinanderzusetzen. Traumatisierte Kinder benötigen eine völlig andere Unterstützung als zum Beispiel Kinder mit einer oppositionellen Verhaltensstörung, obwohl sie unter Umständen gleiche Verhaltensmuster zeigen.

So war ich sehr froh, das Weiterbildungsangebot der Akademie wahrnehmen zu können.


Wie sind Sie auf die Kolping Akademie gestoßen?

Ich habe bereits die Weiterbildung zur Fachkraft für Inklusion dort abgeschlossen und war sehr zufrieden mit den Weiterbildungsinhalten und auch den Referenten.
Auch das Qualitätsmanagement der Akademie überzeugt und ist letztlich eigentlich eine Garantie für eine sehr qualifizierte Weiterbildung.


Inwiefern hat Weiterbildung bei der Kolping Akademie Sie beruflich / privat weitergebracht?

Mir ist es für mich persönlich immer ein Anliegen „den Blick zu schärfen“ und immer neues Wissen zu erlangen, aber auch meinen Standpunkt zu reflektieren oder mich in meiner pädagogischen Haltung bestätigt zu sehen. Dieses Wissen gibt mir in der Tat Sicherheit und ich gebe dieses Wissen auch gerne als Multiplikatorin weiter. Außerdem schätze ich den fachlichen Austausch mit den Seminarteilnehmern immer sehr.


Was hat Ihnen am Unterricht besonders gut gefallen?

Die Seminarinhalte waren sehr gut strukturiert, die Skripte sehr ausführlich, so dass man am Ende tatsächlich ein sehr gutes Nachschlagewerk in Händen hielt, das auch jetzt noch hilfreich ist.
Die Dozentinnen überzeugten durch sehr hohe Fachkompetenz und sie gingen jederzeit auf individuelle Fragen und Problemstellungen ein. Das war wirklich toll.
Die Seminareinheiten waren abwechslungsreich gestaltet - Vortrag, Kleingruppenarbeit, praktische Übungen etc. - und es wurden immer die Bedürfnisse der Seminarteilnehmer berücksichtigt.


Wie empfanden Sie die Atmosphäre zwischen den Schülern / zwischen Schülern und Dozenten?

Ich habe die Atmosphäre grundsätzlich als sehr positiv erlebt. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen Berufsfeldern mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten kamen, habe ich auch dadurch viel gelernt und auch mitnehmen können. Es war einfach bereichernd. Außerdem waren wir schon eine sehr motivierte, neugierige und arbeitswillige Gruppe. Die Atmosphäre zwischen Schülern und Dozenten habe ich als positiv erlebt, was aber auch der hohen Unterstützungsbereitschaft der Dozenten geschuldet ist. Sie hatten immer ein sensibles und offenes Ohr für uns.


Wie bewerten Sie den Praxisbezug der Weiterbildung?

Den Praxisbezug bewerte ich als sehr hoch. Wir haben Vieles erproben können, erhielten sehr viele Anregungen auch für den direkten Einsatz in der Praxis und hatten jederzeit die Möglichkeit der Reflexion der eigenen Berufspraxis. Das war äußerst gewinnbringend.


Welche Inhalte haben Ihnen im beruflichen Leben besonders weitergeholfen?

Für mich war es einfach sehr wichtig, noch einmal meinen Blick zu schärfen und neue Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder mit Traumatisierung an die Hand zu bekommen. Insofern möchte ich keinen Seminarblock missen.


Sind Sie aufgrund der Weiterbildung die Karriereleiter nach oben geklettert?

Ich habe in der Tat schon recht zügig, bereits nach den ersten beiden Seminarblöcken, meine Stelle gewechselt. Diese Entscheidung basierte schon auf einer emotionalen Stärkung. Das Seminar, die Inhalte, die Dozenten und vor allem auch die Bereicherung durch die Teilnehmer haben mich darin bestärkt, weiter in Richtung inklusives Arbeiten zu gehen. Und dies vor allem auch mit den entsprechenden Rahmenbedingungen, die ein inklusives Arbeiten ermöglichen.


Haben Sie heute noch Kontakt zu Dozenten/Mitschülern?

Nicht regelmäßig, aber ich habe das Gefühl, dass ich mich jederzeit bei jedem melden könnte. Da bin ich mir sicher.


Wie haben Sie den Aufwand Beruf – Unterricht/Lernen empfunden? War es schwer, wieder die Schulbank zu drücken?

Wenn die Freitagabende auch echt sehr anstrengend waren- es hat sich immer gelohnt.


Wie haben Sie Weiterbildung und Ihre private Situation unter einen Hut bekommen?

Das war überhaupt kein Problem. Samstags war sogar der Haushalt erledigt, wenn ich nach Hause kam. Das hat super geklappt - und motiviert natürlich zu weiteren Fortbildungen


Wie empfinden Sie die Kosten für die Weiterbildung? Hat sich für Sie der finanzielle Aufwand gelohnt?

Es ist schon eine Menge Geld, wenn man dies ohne Unterstützung des Arbeitgebers tragen muss, und das Erziehergehalt ist ja nach wie vor alles andere als üppig. Aber die Weiterbildung war es definitiv wert.


Könnten Sie sich vorstellen, einen weiteren Kurs der Kolping Akademie zu besuchen? Wenn ja, welchen Themenschwerpunkt sollte der Kurs haben?

Innerhalb des Seminars kam der Wunsch auf, sich noch einmal näher mit dem Thema „sexueller Mißbrauch“ und §8 a auseinandersetzen zu können. Eine Weiterbildung hierzu würde ich sofort wahrnehmen.

Ansonsten habe ich mich bereits für den Studiengang „Fachkraft für digitale Bildung im Elementarbereich“ angemeldet. Und da freue ich mich schon sehr drauf.