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Brigitte Theißen


Birgit Theißen hat im Jahr 2013 den Fachwirt Erziehungswesen bei der Kolping-Akademie Köln abgeschlossen. Lesen Sie hier, warum sie sich für diese Weiterbildung entschied, was der Abschluss ihr gebracht hat, und welche Eindrücke sie sammelte:


Aufgrund der Weiterbildung zum Fachwirt Erziehungswesen habe ich eine neue berufliche Perspektive gefunden. 13 Jahre lang leitete ich eine Kindertagesstätte in Rohren, bei Aachen. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, allerdings war ich bereits auf der letzten Karrierestufe angelangt. Mit 49 Jahren war der Entschluss, nochmals die Schulbank zu drücken, nicht so einfach. Wie sehen die jungen Menschen das? Bin ich nicht zu alt? Diese Fragen trieben mich um. Zu Unrecht, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte.


Gute Stimmung in der Gruppe


Unsere Gruppe war einfach toll. Wir waren bunt gemischt, alle Altersgruppen waren vertreten und wir bekleideten unterschiedliche Positionen bei sehr verschiedenen Arbeitgebern. Dieser Mix bereicherte die Kolping-Wochenenden sehr. Oftmals wurde im Unterricht heftig, aber konstruktiv diskutiert, wobei wir jede Meinung respektierten. Uns gegenseitig zu helfen war selbstverständlich und wir waren alle bereit, eingefahrene Wege zu verlassen, um Neues zu entdecken. Von mir aus hätte die Weiterbildung auch an jedem Wochenende stattfinden können, so hat mich die Arbeit in der Gruppe und die Impulse der Dozenten begeistert. Auch nach dem Abschluss der Weiterbildung stehen wir weiterhin in regem Facebookkontakt und treffen uns 1-2 Mal im Jahr.


Neue Berufsperspektiven


Im letzten Drittel meiner Weiterbildung bei der Kolping Akademie kristallisierte sich ein Bild von dem heraus, was ich in Zukunft gerne machen wollte. Während meiner Abschlussarbeit schließlich reifte der Entschluss, mich von meinem bisherigen Arbeitgeber zu lösen nach Alternativen zu suchen.
Ab Frühjahr 2014 arbeite ich für ein Unternehmen, dass in Aachen eine siebengruppige bilinguale Kindertagesstätte aufbaut, die ich leiten werde. Die KiTa Belrose wird im April 2014 eröffnen. Unsere Vision ist, weitere Kitas in den Ballungszentren Köln, Bonn, Ruhrgebiet zu gründen. Ohne die Weiterbildung bei der Kolping Akademie hätte ich mir diesen Schritt nicht zugetraut. Immer wieder muss ich an eine Begrüßungsstunde bei einer Dozentin denken, die meinte, wenn wir mit der Weiterbildung fertig seien, würden sich viele von uns auf einem neuen Weg befinden, sich verändern und neu orientieren – sie sollte recht behalten. Einige stiegen auf in eine Leitungsposition, in eine stellvertretende Leitung oder wechselten sowohl Arbeitsstelle als auch Arbeitgeber. Mein jetziger Job ist zwar außerordentlich anstrengend, aber er füllt mich aus und ich bin ungemein zufrieden.


Wertvolle Impulse


Mitarbeiterführung, Teamfindung und Teaching sind Arbeitstechniken, die ich seit 30 Jahre anwende. Während der Weiterbildung habe ich allerdings gelernt, meine Methoden zu verbessern. Dank der Dozenten, die den Unterricht sehr lebhaft und praxisnah gestalteten, habe ich den Blickwinkel erweitert, verschoben und verstehe heute noch viel besser, meine Mitarbeiter zu motivieren und Teams zu führen. Mit dem Fach Rechnungswesen hatte ich zunächst so meine Schwierigkeiten. Jetzt bin ich froh und dankbar zu wissen, wie man Gehälter und den Bau einer Kita kalkuliert. Vielleicht hänge ich ja sogar irgendwann den Betriebswirt für soziale Berufe noch an den Fachwirt dran.


Fazit


Ich bin stolz sagen zu können: „Ich bin Fachwirtin im Erziehungswesen und habe dieses Zertifikat bei der Kolpingakademie Köln erworben.“
Ich kann nur jedem, der sich beruflich weiterentwickeln möchte, empfehlen, sich dieser Herausforderung, ohne Ängste zu stellen. Auch das Alter ist kein Hinderungsgrund – ganz im Gegenteil. Die Voraussetzungen sollten eigene Motivation und der Ehrgeiz sein, sich selbst und etwas an seiner beruflichen Situation verändern zu wollen.