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Florian Peter Marcel Weber


Florian Peter Marcel Weber hat 2010 die Weiterbildung zum Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen an der Kolping Akademie Köln abgeschlossen. Lesen Sie hier, warum er sich für die Weiterbildung zum Betriebswirt entschieden hat, was sie ihm beruflich gebracht hat, und welche Eindrücke er sammeln konnte:

Karrieresprung dank Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen

Um es direkt am Anfang auf den Punkt zu bringen: Ohne die Weiterbildung zum Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen bei der Kolping Akademie Köln, wäre ich heute nicht Betriebsstättenleiter bei den Alexianer Service Betrieben in Köln. Ohne das Wissen, das ich mir in den drei Jahren angeeignet habe, könnte ich den Job auch gar nicht ausführen.

Von Haus aus bin ich Diplom Sozialpädagoge. Seit 2004 arbeite ich bei den Alexianer Service Betrieben, zunächst in der EDV-Schulung, seit 2007 im Bereich Marketing und seit Juni 2010 – also direkt nach dem Abschluss zum Betriebswirt – bin ich als Betriebsstättenleiter für die Werkstätten in Mülheim und Porz zuständig. In den Werkstätten und in der Klostergärtnerei arbeiten rund 650 Mitarbeiter, die aufgrund psychischer Erkrankungen nicht ohne Hilfe auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Unsere Arbeit basiert auf zwei Säulen: Zum einen ist es unsere Aufgabe, psychisch erkrankten Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen und Sie im Idealfall wieder fit für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu machen. Gleichzeitig präsentieren wir uns am Markt als Dienstleister für Industrie und Gewerbe. Wir verpacken, montieren, archivieren Akten digital oder bieten Hausmeisterdienste rund um Köln für große Unternehmen und Hotelketten an. Auch werden bei uns im Auftrag einer Kerzenfabrik u.a. die Kerzenschalen des Kölner Doms recycelt.
Gemeinsam mit unserem Sozialen Dienst und den arbeitspädagogisch geschulten Kräften können unsere psychisch erkrankten Menschen die Rehaziele besprechen und werden im Alltag professionell begleitet. Meine Aufgabe besteht in der Akquise neuer Aufträge für die Werkstatt mit Hilfe gezielter Marketingmaßnahmen. Ferner bin ich für die kaufmännische Auftragsabwicklung zuständig.

Um mich bei den Alexianern auf die Stelle des Betriebsstättenleiters bewerben zu können, waren betriebswirtschaftliche Kenntnisse zwingend erforderlich. Bei den Alexianer Werkstätten handelt es sich zwar um eine gemeinnützige GmbH - und damit um eine Non-Profit-Organisation – wir sind mit unseren Angeboten aber den Gesetzen des Marktes unterworfen. Unsere Dienstleistungen werden nicht gebucht, um damit eine gute Tat zu vollbringen, sondern weil sich unsere Angebote für das Unternehmen oder den rechnen und wir ein zuverlässiger Partner sind. Die Qualitätsanforderungen sind ebenso hoch, wie an alle anderen Dienstleistern auch. Wir stehen damit in unmittelbarer Konkurrenz zu diversen Dienstleistern und müssen uns am Markt behaupten. Entsprechend machen wir uns Gedanken über Preisbildung, die Angebotspalette und adäquate Marketingmaßnahmen. Außerdem: Wenn ich mit Unternehmern über eine mögliche Zusammenarbeit verhandel, muss ich ihnen auf Augenhöhe begegnen können, das bedeutet z.B. auch, ihre Sprache zu sprechen.

Wie sich die Weiterbildung zum Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen rechnet

Also machte ich mich 2007 auf den Weg: Recherchierte im Internet, welche Angebote überhaupt in Frage kommen und schaute mir Anbieter von Weiterbildungen und die Inhalte genau an. Überzeugt hat mich schließlich das Angebot der Kolping-Akademie Köln. Die Lerninhalte stimmten und die Zeiten ließen sich gut mit meinem Job vereinbaren. Hinzu kam die Empfehlung eines Freundes, der durch die Weiterbildung bei der Kolping-Akademie Köln in die Geschäftsführung einer Einrichtung berufen wurde. Das fand ich sehr überzeugend. Anfang Juni 2010 habe ich den Abschluss gemacht – seit Ende Juni 2010 bin ich Betriebsstättenleiter: Der Aufwand hat sich sowohl zeitlich als auch finanziell schon jetzt gelohnt.

Das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis

Prinzipiell waren alle Fächer für mich interessant und ich kann sie alle in meiner heutigen Tätigkeit einsetzen. Für mich war es wichtig, zunächst einmal die Grundprinzipien in Volks- und Betriebswirtschaft, Personal und Marketing erklärt zu bekommen, schließlich hatte ich hier keine Vorkenntnisse – aber da saßen wir alle im selben Boot. Die Dozenten, die alle aus der Praxis kommen, konnten die Theorie sehr gut und anschaulich mit praktischen Beispielen füllen. Alle arbeiten nicht hauptberuflich als Dozenten, sondern sind gleichzeitig in ihren Schwerpunkten noch für Unternehmen oder selbstständig tätig. Wir blieben also nicht auf der „wissenschaftlich-theoretischen“ Ebene – das fand ich prima. Ideal waren für mich auch die Unterrichtszeiten: Freitagabends von 16.00 Uhr bis 21.30 Uhr; das ist mit dem Arbeitgeber gut zu vereinbaren und – obwohl andere da bereits ihren Wochenendaktivitäten nachgehen – kann man sich bis 21.30 Uhr auch noch ganz gut konzentrieren. Der Samstag war auch kein Problem, denn man konnte im Anschluss an den Unterricht das Wochenende noch ausreichend genießen.

Das Verhältnis zwischen Kursteilnehmern und Dozenten

Die Atmosphäre war, nicht zuletzt wegen der kleinen, homogenen Gruppen – im Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen saßen wir zu elft - sehr kollegial. Wir standen alle mit beiden Beinen im Berufsleben, viele arbeiteten in Krankenhäusern, bei Verbänden, Jugend- und Senioreneinrichtungen – also in Non-Profit-Organisationen. Damit war die Basis für einen regen Erfahrungsaustausch gegeben und jeder profitierte von dem, was der Einzelne mit in den Kurs brachte. Den berühmte Blick über den „Tellerrand hinaus“ genossen wir dadurch sehr häufig. Ich empfand die Zeit bei der Kolping-Akademie Köln als Bereicherung. Endlich bekam man wieder geistigen Input. Dinge, die man freitags oder samstags gelernt und besprochen hatte, konnte man zum Teil direkt montags im Job umsetzen. So habe ich z.B. samstags den Unterschied zwischen Sponsoring und Fundraising kennengelernt – und montags konnte ich mein neu gewonnenes Wissen bereits für die Alexianer einsetzen. Solche Erlebnisse waren für mich ein unheimlicher Ansporn. Für die Projektarbeiten waren die Meilensteine, also die Etappenziele sehr engmaschig gesetzt, so das man den Anschluss nicht verlieren konnte.

Wenn man mich fragt, was ich an der Weiterbildung besonders betonen würden, dann sicherlich die kollegiale Stimmung im Kurs – Einzelkämpfer oder Konkurrenzdenken suchte man bei uns vergeblich – und die engagierten Dozenten. Mein Abschluss ist ja noch recht frisch, aber wir haben noch Kontakt und sind auch durchaus gewillt, diesen nicht einschlafen zu lassen.

"Kolping-Akademie Köln? – Gerne wieder!"

Die Alexianer legen sehr viel Wert auf eine kontinuierliche Weiterbildung, insofern wurde ich während meiner Weiterbildung zum Betriebswirt - Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen in einem sehr weiten Umfang unterstützt: 50% der Kosten übernahm mein Arbeitgeber, gegen Ende der Weiterbildung, besonders in der Projektphase, bekam ich Bildungsurlaub. Das hat mir die Sache sicherlich erleichtert, ich weiß aber von anderen Kursteilnehmern, dass die Weiterbildung bei der Kolping Akademie in Köln auch ohne die Unterstützung des Arbeitgebers gut zu schaffen ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, zukünftig praktisch ausgerichtete Intensivkurskurse zum Beispiel aus dem Bereich „Personalwesen/Personalführung“ bei der Kolping Akademie Köln zu besuchen.

Insgesamt gebe ich meinen positiven Erfahrungen gerne weiter, zum Beispiel auf einem Tag der offenen Tür der Kolping Akademie Köln.

» Katja Roßwog